Hacker-Angriffe auf Telefonanlagen

So schützen Sie Ihr Telefoniesystem gegen Voice-Fraud

Beim Voice Fraud verschaffen sich Hacker den Zugriff auf eine Telefonanlage und verwendet es missbräuchlich für teure Telefonate ins Ausland. In vielen Fällen lässt sich solchen Betrugsfällen bereits mit relativ einfachen Massnahmen entgegenwirken.

Eine horrende Telefonrechnung in Höhe von mehreren Tausend Franken/Euro für Anrufe ins Ausland? Dann wurde Ihre Telefonanlage vermutlich gehackt!

Firmen verlieren jährliche Millionenbeträge durch Gebührenbetrug – mit steigender Tendenz. Beim sogenannten Voice-Fraud verschafft sich der Angreifer Zugriff auf eine Telefonanlage. Im Anschluss werden massenhafte teure Anrufe an kostenpflichtige, meist ausländische Servicenummern erzeugt. Dies passiert häufig in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen. Die betroffenen Unternehmen merken den Betrug häufig erst bei der nächsten Telefonrechnung.

Empfehlungen zum Schutz der Telefonanlage

Unternehmen können dem Voice-Fraud entgegenwirken. Mit den folgenden sechs Massnahmen lassen sich die Sicherheitsstandards verbessern, um mögliche Risiken zu verringern.

1. Sperrlisten und Gebührenschutz einrichten

Sprechen Sie mit Ihrem Provider (Anschlussnetzbetreiber) über mögliche Schutzmassnahmen. Es lassen sich z.B. nicht benötigte Länder-Vorwahlen oder Zielrufnummern sperren.

Vielfach besteht auch die Möglichkeit, einen Gebührenschutz oder ein monatliches Limit der Gesprächsgebühren zu hinterlegen.

2. Sichere Passwörter/PINs setzen

Stellen Sie sicher, dass die Passwörter oder PINs Ihres Telefonsystems so sicher wie möglich sind und der Passwort-Policy Ihres Unternehmens entsprechen. Das gilt auch für Telefonieapplikationen wie z.B. Softphone, MobileApp, Voicemail etc.

Löschen Sie nicht benötigten Accounts, wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen.

3. Mitarbeitende sensibilisieren

Machen Sie Ihre Mitarbeitenden auf Ihre Sicherheitsmassnahmen und die Bedeutung komplexer Passwörter und PINs aufmerksam.

Ein Security-Guide oder IT-Sicherheitsrichtlinien sorgen für mehr Achtsamkeit bei den Mitarbeitern und erhöhen den Schutz.

4. Warnzeichen erkennen

Prüfen Sie Ihr Verbindungsaufkommen und Monatsrechnung nach Auffälligkeiten.

5. Software-Updates durchführen

Lassen Sie Ihr Telekommunikationssystem jeweils auf die neuste, verbesserte Software-Version updaten.

6. Session Border Controller einsetzen

Je nach Provider und insbesondere in Verbindung mit Remote Workern empfehlen wir Ihnen, einen Session Border Controller (SBC) einzusetzen und diesen auf den neusten Softwarestand zu halten.

Kontakt und Beratung

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